So wirst du Pickel schnell los

Pickel- wie sie entstehen und was hilftPickel im Gesicht

Rund 85% aller Deutschen kennen sie und ganz sicher gehörst auch d

u dazu. Pickel, die unangenehmen Hautunreinheiten, entstehen immer genau dann, wenn man es am allerwenigsten gebrauchen kann. Am Abend vor dem Discobesuch, vor dem ersten Date und immer dann, wenn man besonders schön und gepflegt aussehen möchte. Sie möglichst schnell wieder loszuwerden, verschlimmert das Problem in den meisten Fällen nur noch und doch können wir es nicht lassen an ihnen herumzudrücken. Meist mit dem Ergebnis einen dicken roten Fleck im Gesicht zu haben, der sich dann auch noch ordentlich entzündet.

 

Doch wie entstehen Pickel eigentlich und was hilft wirklich?

Ein Thema, das sich mit vielen Aspekten beschäftigt, denn zum einen ist Pickel nicht gleich Pickel und zum anderen sind die Ursachen fast so vielseitig wie die Mittel Pickel wieder loszuwerden. Wir haben uns ausführlich mit dem Thema „Pickel- wie sie entstehen und was hilft“ beschäftigt und möchten euch einen Ratgeber zur Verfügung stellen, damit ihr Pickel vorbeugen könnt oder sie möglichst schnell wieder loswerdet.
Vorab eine wichtige Information. Handelt es sich um eine klinische Akne, kann kein Ratgeber helfen. Hier hilft nur noch der Gang zum Hautarzt und eine regelmäßige fachärztliche Behandlung.
Was dich erwartet:

• Pickel- wo sie entstehen und warum Pickel nicht nur in der Pubertät auftretenHonig und Zitrone bei akuter Akne hilfreich
• Unterschiede zwischen Mitesser, Pickel und Akne
• Ursachen für Pickel
• Hausmittel & Kosmetikprodukte?
• Ernährung bei Hautunreinheiten
• Gesichtspflege- was ist bei Pickeln zu beachten
• Cremes und wann ist es zu viel Pflege
• Pickel geschickt überschminken

 

Pickel- wo sie entstehen und warum sie nicht nur ein Problem der Pubertät sind

Pickel entstehen häufig im Gesicht, können aber gerade in der Pubertät auch im Nacken, am Rücken, auf der Brust (Dekolleté), an den Oberarmen und an den Schultern auftreten. Hauptursächlich entstehen Pickel überall dort, wo sich vermehrt Talgdrüsen befinden. Sie können aber auch unter den Achseln und in der Genital-, Gesäß- und Leistenregion auftreten.

Hierbei handelt es sich aber nicht um Pickel oder Akne, sondern um eine Erkrankung der Haarbalgfollikel. Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn diese Form der Pickel können sich schnell zu einem Abszess entwickeln, das ärztlich behandelt werden muss.

Pickel treten in der Regel ab dem 11. Lebensjahr mit der beginnenden Pubertät auf. Normalerweise verschwinden die lästigen Begleiter des Erwachsenwerdens nach etwa zwei bis vier Jahren wieder und treten in unregelmäßigen Zeitabständen auf. Mitesser, die unschönen, meist sehr kleinen schwarzen Flecken im Gesicht und normale Pubertätspickel lassen sich in der Regel mit Mitteln aus dem Drogeriemarkt, aus der Apotheke und Hausmitteln ganz gut „bekämpfen“.
Aber auch sehr viel später, im reiferen Alter können Pickel auftreten. Dann sind es weniger Mitesser, die sich unschön im Gesicht ausbreiten, sondern tiefer sitzende Entzündungen. Auslöser für Pickel im reiferen Alter sind meist Hormone.

Pickel zwischen dem 30. und etwa 50. Lebensjahr können durch Stress, falsche Ernährung und/oder Gesichtspflege, schwierige Lebensumstände, Keime und Zitrusfrüchte entstehen. So ganz sicher bist du also vor Pickeln leider nie.

 

Unterschiede zwischen Mitessern, Pickeln und Akne

Die einen sind klein, schwarz und unschön und die anderen zunächst rot, bis sie sich an der Spitze dann weiß verfärben. Akne unterscheidet sich durch verschiedene Hautveränderungen, die von offenen und geschlossenen Mitessern, über entzündliche Pusteln bis hin zu hochentzündlichen und schmerzhaften Knoten reichen kann. Während du normale Pubertätspickel normalerweise mit unterschiedlichen Mitteln ganz gut in den Griff bekommen kannst, ist bei ausgeprägter Akne ein Arztbesuch notwendig. Wir sprechen nachfolgend immer von ganz „normalen“ Mitessen und Pickeln, nicht von Akne.

Mitesser können die Vorstufe von weiß, entzündlichen Pickeln sein. Ursache für Mitesser (Komedo, Mehrzahl: Komedonen) ist meist ein hormonelles Ungleichgewicht, aber auch die Ernährung oder Stress können die Entstehung von Mitessern begünstigen. Die schwarze Verfärbung entsteht, wenn Luft an den Talg gerät. Der im Talg enthaltene Farbstoff Melanin oxidiert und verfärbt sich schwarz. Entwickelt sich aus dem Mitesser ein so genannter Weißkopf, der sich nicht öffnet, bildet der Körper Eiter und versucht somit die Bakterien „loszuwerden“. Dann entsteht der typische rot, weißliche Pickel, den auch du ganz bestimmt versuchst auszudrücken.

 

Ursachen für Pickel- Hormone, Stress, Ernährung, Rauchen und Alkohol

Tatsächlich können Pickel viele Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist ein hormonelles Ungleichgewicht, zum Beispiel die Pubertät, eine Schwangerschaft, die Menstruation oder die Einnahme der Antibabypille. Möglicherweise sind Pickel, insbesondere Akne, aber auch ein genetisches Problem, das innerhalb der Familie weitervererbt wird. Aber auch Keime, Stress, die Ernährung, Rauchen und Alkohol begünstigen die Entwicklung von Pickeln. Während so genannte Stresspickel häufig am Hals und am Haaransatz auftreten, treten hormonell bedingte Hautunreinheiten meist auf den Wangen, am Kinn oder auf der Nase auf.

Natürlich wirst auch du versuchen deine Pickel so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Doch wusstest du, dass du mit herumdrücken, häufigem Waschen und aggressiven Mitteln das Problem meist noch verschlimmerst? Grundsätzlich gilt: hat sich noch kein weißer „Kopf“ auf dem Pickel gebildet, heißt es Finger weg. Der Pickel kann sich entzünden und der Heilungsprozess dauert noch viel länger. Auch wenn du deine Pickel hasst und verständlicherweise so schnell wie möglich entfernen willst, versuch Alternativen und verzichte darauf Pickel auszudrücken.

• hormonelles Ungleichgewicht- Pubertät, Schwangerschaft, Menstruation, Einnahme der Antibabypille
• Stress- das Stresshormon „Corticotropin-Releasing-Hormon (CHR) regt die Talgproduktion an
• Rauchen, Alkohol und Ernährung

 

Toothpaste cascades from the tube.

Pickel selbst entfernen?

Nein, besser nicht. Auch wenn du den Drang verspürst deinen Pickel so schnell wie möglich loswerden zu wollen, meist verschlimmerst du das Problem. Keime dringen von deinen Händen in die Haut ein und auch entweichender Talg breitet sich auf der Haut aus. Die Folge, du wirst sehr bald wieder Pickel haben. Wenn du dennoch nicht darauf verzichten möchtest Pickel und Mitesser auszudrücken, desinfiziere die Hautpartien, trage Einmalhandschuhe oder verwende ein Papiertaschentuch. Übe nur sanften Druck aus. Ist der Pickel nur rot und hat sich noch keine weiße Spitze gebildet, warte noch ein bisschen. Drückst du jetzt schon an deinem Pickel herum, wirst du spätestens am nächsten Morgen feststellen, dass dein Pickel noch roter und größer geworden ist.
Alternativ empfehlen wir dir einen Besuch bei einer Kosmetikerin, die deine Pickel professionell entfernt. Die Kosmetikerin reinigt dein Gesicht und weiß genau, welche Produkte zu deinem Hauttyp passen. Auch die Hygiene während der Behandlung ist gewährleistet, so dass sich der Talg und die Keime nicht weiter auf deiner Haut verbreiten. Anschließend kann die Kosmetikerin eine beruhigende und pflegende Maske auftragen.

Hausmittel oder Kosmetikprodukte gegen Pickel?

An dieser Frage scheiden sich die Geister, aber auch die Hauttypen und die Formen und Ausprägungen der Pickel. Nicht immer helfen Hausmittel gegen Pickel und andersherum hat so mancher Betroffene schon ein kleines Vermögen im Drogeriemarkt gelassen und auch keine Verbesserung erzielt. Grundsätzlich lässt sich die Frage natürlich nicht beantworten. Du musst selbst ausprobieren mit welchen Mitteln du deine Pickel effektiv bekämpfst, bzw. beseitigst.

 

Zu den bekanntesten Hausmitteln gegen Pickel gehören:

• Teebaumöl und Heilerde
• Zink und Hefe
• Zahnpasta und Honig
• Apfelessig und Zitrone
• Kamille und Babypuder
• Eiswürfel und Kühlpads
• Backpulver und Aspirin

Du wirst vielleicht hin und wieder auf den Tipp „Solarium, bzw. Sonne“ stoßen. Leider stimmt dieser Tipps nicht. Auf der gebräunten Haut sieht man Pickel weniger stark. Deswegen wird häufig angenommen, dass UV-Strahlen gegen Pickel helfen. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn tatsächlich kann das UV-Licht Pickel und Akne sogar noch begünstigen.

Grundsätzlich gilt bei allen Hausmitteln, probiere zuerst an einer unauffälligen Stelle aus, ob du allergisch reagierst. Dazu eignet sich die Armbeuge sehr gut. Teebaumöl und Honig wirken entzündungshemmend und wundheilend. Apfelessig hilft den natürlichen pH-Wert zu stabilisieren und regt die Durchblutung an. Backpulver, Zahnpasta und Aspirin solltest du mit einer kleinen Menge Wasser vermischen und wie eine Maske einwirken lassen. Verwende zum Auftragen der Hausmittel entweder Einweghandschuhe oder Pads, denn so verhinderst du, dass du Bakterien auf deiner Haut verbreitest und weitere Pickel begünstigst.

Tipp: ein wohltuendes Dampfbad, entweder nur warmes Wasser, warmes Wasser und Kamille oder warmes Wasser mit Meersalz, reinigt die Haut schonend und öffnet vor der Anwendung der Hausmittel die Poren, so dass die Mittel besser eindringen und wirken können.
Die Auswahl an Mitteln gegen Pickel, die du im Drogeriemarkt oder in der Apotheke kaufen kannst, ist so groß, dass wir diesbezüglich leider keine Tipps oder Empfehlungen geben können. Du musst selbst herausfinden, mit welchen Produkten du gut zurechtkommst und deine Pickel effektiv behandeln kannst. Produkte gegen Pickel müssen kein Vermögen kosten. Probiere im Drogeriemarkt ruhig zuerst die Hausmarken, die nicht schlechter helfen müssen als teure Markenprodukte. Wenn du ein Mittel gefunden hast, das dir bei Pickeln hilft, bleibe dabei und wechsle nicht zu häufig.

 

Wie beeinflusst die Ernährung die Entstehung von Pickeln?

Du kannst mit deiner Ernährung Pickel sowohl begünstigen als auch die Entstehung von Pickeln positiv beeinflussen. Fettreiches Essen und Alkohol wirken sich negativ auf dein Hautbild aus. Bemerkst du, dass sich Pickel bilden, verzichte auf Chips und anderes Essen, dass viele aufgeschlüsselte Kohlenhydrate und hoch gesättigte Fettsäuren enthält. Greife stattdessen lieber zu Obst, Gemüse, Vollkornbrot und leichten Gerichten. Pflanzliche Öle sind gesünder als tierische Fette für deine Haut. Trinke viel. Wasser versorgt deine Haut mit wertvollen Mineralstoffen. Abwechslung bringen Tee und verdünnte Fruchtsäfte, aber bitte die Fruchtsäfte ohne Zucker. Scharfes Essen kann die Entstehung von Pickeln begünstigen. Wenn du bemerkst, dass du nach bestimmten Gerichten stärker unter Pickeln leidest, streiche sie von deinem Speiseplan.

Einige Lebensmittel helfen dir sogar bei deinem Kampf gegen Pickel. So sollen sich Zitrusfrüchte, Spinat, Ingwer, Kirschen, schwarze Bohnen, Knoblauch, Olivenöl und Kaltwasser-Fische positiv auf die Entstehung von Pickeln auswirken. Enthalten sind unter anderem antioxidative Pflanzenfarbstoffe, Omega-3-Fettsäuren, antibakterielle Wirkstoffe und Schwefelverbindungen, die das Immunsystem stärken.

 

Gesichtspflege mit Pickeln- was ist zu beachten

Neigst du auch dazu noch mehr Pflegeprodukte anzuwenden, wenn du Pickel hast, weil du davon ausgehst deiner Haut zu helfen? Leider erreichst du genau das Gegenteil, denn mit häufigem Waschen und vielen verschiedenen Gesichtspflegeprodukten überforderst du deine Haut und förderst die Entstehung von Pickeln. Grundsätzlich gilt: weniger ist mehr! Konservierungsmittel, Farb- und Duftstoffe sowie Emulgatoren reizen deine Haut im Gesicht, deren Eigenschutz ohnehin beeinträchtigt ist. Zu viel Feuchtigkeit und Fett verursachen Pickel, die du ja eigentlich loswerden möchtest.

Auch auf Peelings solltest du verzichten, wenn dich Pickel ärgern. Die schützenden Hornschichtlipide werden mit Peelings zerstört und der Säureschutzmantel, der Bakterien abwehrt, wird zerstört.

Am besten wäschst du dein Gesicht morgens mit klarem, warmem Wasser. Hast du anschließend immer noch das Gefühl deine Haut sei fettig, verwende eine sehr milde Seife. Manchmal eignen sich Produkte aus dem Bereich der Babypflege ganz gut, da sie sehr mild sind und häufig ohne Parfüm auskommen. Produkte mit Glyzerin, Bisalobol, Thermalwasser oder Hyaluronsäure reinigen mild und schonen die ohnehin schon beanspruchte Haut.

• warmes Wasser reicht
• verzichte auf Produkte mit Konservierungsmitteln, Farb- und Duftstoffen und Emulgatoren
• verwende pH-neutrale und parfümfreie Seife
• keine Peelings
• zu viel Fett und Feuchtigkeit schaden mehr als sie nutzen

 

Tagespflege für anspruchsvolle Haut- weniger ist mehr

Nach dem Waschen kannst du deine Haut eincremen. Hierbei gilt, glänzt deine Gesichtshaut nach fünf Minuten immer noch, ist in der Creme zu viel Fett enthalten. Wenn du zu trockener Haut neigst, verzichte auf Tagespflege, die Alkohol enthält. Tiefsitzende Hautunreinheiten pflegst du am besten mit Glyzerin oder Zink. Wenn du zu leicht öliger Haut neigst, empfiehlt sich Glutaminsäure.

Wenn du dich im Drogeriemarkt aufgrund der Vielzahl der Hautpflegeprodukte nicht zurechtfindest, gehe in eine Parfümerie und lass dich beraten. In einigen Parfümerien werden auch Hauttypanalysen angeboten und du bekommst anschließend exakt passende Gesichtspflege empfohlen. Strapaziere deine Haut nicht mit einer Vielzahl verschiedener Produkte und probiere auch nicht jedes Pröbchen aus, das Zeitschriften und Magazinen beigelegt ist. Deine Haut hat mit Pickeln schon genug zu tun und möchte sanft gereinigt und verwöhnt werden. Aber keinesfalls zusätzlich gestresst.

 

Erste Hilfe bei Pickeln und geschicktes ÜberschminkenRückenakne

Entdeckst du die ersten Anzeichen neuer Pickel, kannst du Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden, um schlimmste Rötungen zu vermeiden oder zu lindern. Als hilfreich haben sich Hautdesinfektionsmittel erwiesen, die du mit einem Wattepad aufträgst und etwa 20 Minuten einwirken lässt. Keimfreiheit entzieht den Pickeln den Nährboden. Auch ein Kühlpad oder Eiswürfel lindern Rötungen und beginnende Entzündungen. Anschließend kannst du den Pickel oder kleinere Bereiche im Gesicht mit einem Abdeckstift, der am besten Salizylsäure enthält, abdecken. Alternativ bieten sich Produkte mit Salbei, Weidenrinde und Zitronengras an, die ebenfalls desinfizierend wirken.

Wenn du dich trotz Pickeln schminken möchtest, verwende ein sehr leichtes Make-up, das die Poren nicht verschließt. Gerade in der Pubertät empfiehlt sich ein Make-up mit antibakterieller Wirkung, das deine Hautunreinheiten überdeckt und gleichzeitig neuen Pickeln entgegenwirkt. Über das Make-up kannst du ein leichtes Mineralpuder auftragen oder nur Puder verwenden. Hautpflege mit Glyzerin und Zink kann als Make-up Unterlage verwendet werden. Wenn du am Wochenende zuhause bleibst, gönne deiner Haut eine kleine Pause und verzichte auf das Schminken.

 

Fazit: den ultimativen Tipp gibt es leider nicht

Du wirst festgestellt haben, den ultimativen Tipp oder das Allheilmittel gibt es gegen Pickel und Mitesser leider nicht. Du wirst selbst herausfinden müssen, welche Hausmittel oder kosmetischen Produkte dir helfen oder ob du sogar einen Hautarzt aufsuchen solltest. Auch bei der Ernährung musst du testen, welche Lebensmittel dir helfen oder welche dein Problem verschlimmern. Unreine Haut gehört bei den meisten Teenagern leider genauso zur Pubertät wie fettige Haare und Stimmungsschwankungen. Auch wenn du dich grässlich fühlst, es geht vorüber.

Und vergiss nie, du bist nicht die oder der Einzige in deinem Freundeskreis. Irgendwann erwischt es jeden.